Das Bundeskabinett hat am 15.07.2020 den Entwurf zur Änderung des Gesetzes zur Regelung von Ingenieur- und Architektenleistungen und Änderung vergaberechtlicher Bestimmungen (ArchLG) beschlossen. Grund für die Änderung ist unter anderem die durch den europäischen Gerichtshof (EuGH) als rechtswidrig erkannten verbindlichen Mindest- und Höchstsätze der HOAI gemäß des Urteils C-377/17 vom 4. Juli 2019. Die HOAI soll weiterhin Berechnungsgrundlage für die Vertragspartner sein, jedoch eine freie Verhandelbarkeit der Honorare gewährleisten. Weiteres Ziel ist es, dass die HOAI künftig auch eine Regelung zur vermuteten Honorarhöhe enthält, wenn kein Honorar zwischen den Parteien vereinbart wurde. Sowohl das ArchLG als auch die HOAI sollen noch im Jahr 2020 verabschiedet werden.